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Wegweiser für die Weiterbildung

IT Qualifikation 07/08.2004

Aus- und Weiterbildungs-Unternehmen profitieren in mehrfacher Hinsicht davon, wenn sie ihre Angebote mit moderner Katalog-Software darstellen: Die Beschaffungskosten sinken um bis zu 80 Prozent, die Prozessdurchlaufzeiten werden von acht bis zwölf auf ein bis zwei Tage reduziert. Was elektronische Kataloge heute und morgen leisten müssen, wird in Theorie und Praxis mit diesem Artikel erläutert – mit besonderem Fokus auf die Erfahrungen von zwei Weiterbildungsinstituten, die in den vergangen Wochen den smartPublisher von hito solutions implementierten.

Verkehrte Welt: Nur 0,5 Prozent des gesamten Umsatzes wird in Deutschland im Internet gemacht – obwohl 53,5 Prozent aller Bundesbürgerlaut einer ARD/ZDF-Studie aus 2003 im Netz sind. Was tun die Menschen also im World Wide Web? Klare Trends: Nach E-Mail (75 Prozent) nutzen die meisten Menschen das Netz zum zielgerichteten Suchen bestimmter Angebote (65 Prozent). Mit der zunehmenden Nutzung des Internets als Informationsmedium wächst für die Unternehmen die Notwendigkeit, ihre Produkte und
Dienstleistungen übersichtlich im Web darzustellen – die Rede ist von Online-Katalogen. Mit deren Hilfe werden Produkte und Dienstleistungen beschrieben, publiziert und gepflegt. Ein wichtiger Vorteil der elektronischen Kataloge: Sie lassen sich für viele Anwendungen nicht nur online, sondern auch als Printversion nutzen.

Cross Media Publishing
Inhalte auf Papier, im Netz oder auf digitalen Datenträgern, beispielsweise CD-ROMs – all dies wird unter dem Begriff Cross Media Publishing (CMP) zusammengefasst. Mittels CMP werden unterschiedliche Medien aus einer einzigen Ausgangsdatei bedient – medienneutral. So einfach CMP sich darstellt, so zäh sind die Beharrungskräfte in der Branche. Viele Unternehmen scheuen sich noch, alte Zöpfe abzuschneiden und nehmen stattdessen bei der Erstellung von Print-Katalogen noch „Gutenbergsche Mühsal“ auf sich: Zuerst werden die Inhalte aus verschiedenen Quellen manuell zusammengetragen – etwa aus alten Katalogen, einer Produktdatenbank oder über Enterprise Resource Planning Systeme (ERP).
Diese Informationen übernimmt dann der Grafiker und erstellt anschließend das Layout; zuerst für den Print-Katalog, später folgt für die Web-Anwendung noch einmal das gleiche Procedere.

Neues Spiel, neues Glück
Diesem zeitaufwändigen und teuren Spiel machten die „Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein GmbH“ (WAK) und „Dimension Data Germany AG & Co. KG - Learning Solutions“ (DDLS) ein Ende (siehe Kasten): Sie beauftragten hito solutions, Hersteller und Dienstleister für E-Business-Lösungen, mit der Erstellung elektronischer Kataloge.
Die beiden Unternehmen WAK und DDLS zählen zu den rund 30.000 Anbietern auf dem deutschen Weiterbildungsmarkt.
Sie alle kämpfen nach einer Studie des Fraunhofer Instituts (2/2004) mit den gleichen Problemen:

Die Katalogplattform steuert sämtliche Publishing-Operationen und sorgt für zentralen
Informationszugriff

Der Markt ist aufgrund der Vielfalt der Anbieter und Angebote intransparent. Das bedeutet, dass verstärkt Marketingmaßnahmen eingesetzt werden müssen, um im Markt überhaupt wahrgenommen zu werden. Fazit des Instituts: Durch Produktdatenkataloge und Produktklassifikationen kann die Markttransparenz beträchtlich erhöht werden.

Ein weiterer Befund des Fraunhofer Instituts:
Die Prozesskosten der Bildungsanbieter sind zu hoch – überwiegend wegen zu viel manueller Arbeit. „Erfahrungen aus dem Bereich der materiellen Güter zeigen, dass die Beschaffungsprozesskosten durch die Einführung der elektronischen katalogbasierten Beschaffung teilweise um bis zu 80 Prozent reduziert werden konnten.“ Viele manuelle Arbeiten bringen neben hohen Kosten hohe Durchlaufzeiten mit sich. Erfahrungen zeigen, dass mit der elektronischen Abwicklung die Beschaffungszeiten von acht bis zwölf
Tagen auf ein bis zwei Tage verkürzt werden konnten. Der Grund: Schnittstellen, an denen nicht durchgängig elektronisch, sondern manuell gearbeitet wird – so genannte Medienbrüche – werden durch E-Procurement vermieden. Neben den allgemein bekannten Problemen, mit denen die gesamte Branche zu kämpfen hat, musste
hito solutions für die spezifischen „Knackpunkte“ der WAK und der DDLS Lösungen finden.
Das Kernziel der beiden Weiterbildungs-Unternehmen hieß: Innerhalb kürzester Zeit sollten ihre Dienstleistungsinformationen sämtlichen Vertriebskanälen zur Verfügung stehen – kostengünstig und schnell – mit dem Fokus auf Online- und Printkataloge.

„In diesem Segment sind wir Spezialisten, weil wir genau dieses Software-Know-how haben, die Prozesse kennen und Insider der Weiterbildungs-Branche sind“, sagt Christopher Peche, Geschäftsführer von hito solutions.

hitos Herzstück
Der smartPublisher ist eine international konfigurierbare Katalogplattform zur Steuerung sämtlicher Publishing-Operationen. Die Funktionsweise: Die Artikel oder Dienstleistungen werden aus der Firmendatenbank importiert und im smartPublisher medienneutral aufbereitet.
Für eine möglichst zielgruppenorientierte Kataloggenerierung lassen sich die Produkte nach unterschiedlichen Kriterien gruppieren, filtern und sortieren. Der Produktkatalog kann durch das Hinzufügen von Bildern, News, Anzeigen und PDF-Dateien beliebig erweitert werden. Auf Knopfdruck wird im Anschluss ein Katalog erzeugt: entweder als
kundenindividuell konfigurierbarer Webkatalog, als nachbearbeitungsfreier Printkatalog oder als elektronischer Katalog in XML. Auch die dynamische Erzeugung von einzelnen PDF- Datenblättern und Flyern ist problemlos möglich.

Dynamische PDF-Dokumente
Bei den angebotenen PDF-Dokumenten auf den Webseiten von WAK und der DDLS handelte es sich – wie bei den meisten anderen Unternehmen auch – noch um statische Dateien, die mit Adobe Acrobat, Microsoft Word oder ähnlichen Programmen hergestellt
wurden. Mit viel manueller Mühe. Ein weiterer Nachteil: Die Änderungen der Inhalte konnten nicht automatisch generiert werden. Das wurde durch den Einsatz von smartPublisher anders: Ändern sich Angebote der Institute, so wird das automatisch beim nächsten Download des Kunden angezeigt. Dynamische Kataloge können mit statischen Inhalten ergänzt werden. Auf diese Weise bleibt der Katalog immer auf dem neuesten Stand. Per Internet kann sich der Kunde daraus individuell die gewünschten Informationen zusammenstellen und anschließend ausdrucken.

„Mit dem smartPublisher können sowohl Online-Angebote – für Warenkörbe, Suchfunktionen und andere Webanwendungen – als auch Print-Versionen erstellt werden. Das gilt auch für Datenträger wie CDs. Der besondere Zeit- und Kostenvorteil dabei liegt unter anderem darin, dass alle Printversionen nachbearbeitungsfrei sind“, fasst Peche zusammen. Vorteile, die Unternehmen wie die Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein und Dimension Data Learning Solutions erkannt haben und für sich nutzen.

Das Mischen von dynamischen Katalogen mit statischen Inhalten ist die Stärke des Systems.

 

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